Prestige ist ein historischer Thriller aus den USA, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Die beiden Zauberer Robert Angier und Alfred Borden sind gute Freunde und ergänzen in einem freundschaftlichen Konkurrenzkampf ihre Zaubershows um wirklich außergewöhnliche Zaubertricks. Doch die Harmonie hält nicht lange, denn als Angiers Ehefrau bei einem komplizierten Zaubertrick auf der Bühne stirbt gibt er die Schuld für diesen Vorfall seinem Freund.
Von diesem Zeitpunkt an wird aus dem freundschaftlichen Wettkampf ein Kampf, der schon bald durch Sabotagen und Hass bestimmt wird. Aus diesem Grund trennen sich die Wege der beiden Zauberer und jeder verfolgt eigene Ziele. Schließlich führt die alten Freunde ein Zaubertrick aus Bordens neuer Show wieder zusammen. Konkret geht es dabei um den Zaubertrick “Der transportierte Mann”, welcher für Angier lange Zeit unerklärlich bleibt. Im Laufe des Films allerdings schafft er es ebenfalls, wenn auch auf andere Weise diesen kongenialen Zaubertrick durchzuführen.
Die Fehde zwischen den beiden Zauberkünstlern ist das Hauptthema dieses wirklich spannenden und gleichwohl interessanten Films, welcher vor allem gegen Ende nochmal wirklich überraschende Wendungen verspricht. Angelehnt ist der Film an das Buch “Das Kabinett des Magiers
” von Christopher Priest und an die Fehde zwischen Harry Houdini und einem gewissen “Hardeen”. Prestige liefert nicht nur detaillierte Einblicke in die Zaubererzunft gegen Ende des 19. Jahrhunderts sondern weiß auch durch realistisch gezeichnete Charaktere zu überzeugen. Neben Spannung und Emotionen ruft der Film vor allem die Lust am Zaubererhandwerk hervor, weshalb ich jedem Interessierten diesen Film nur wärmstens empfehlen kann.
Ebenfalls hervorzuheben sind die herausragenden Leistungen der beiden Hauptdarsteller. Hugh Jackman (Robert Angier) überzeugt ebenso wie Christian Bale (Alfred Borden). Beide Schauspieler liefern in diesem packend inszenierten Thriller eine mehr als gute Arbeit ab und schaffen es den beiden Charakteren Borden und Angier eine sehr persönliche Note beizufügen.
Was den historischen Hintergrund angeht, so muss man festhalten, dass einige der Themen aus dem Film sich in ähnlicher Form auch in der Wirklichkeit abgespielt haben. Die Anspielung auf den Konkurrenzkampf zwischen den Physikern Edison und Tesla, welcher Borden und Angier durch technologischen Fortschritt bessere Tricks ermöglichen soll, basiert auf einer wahren Begebenheit. Auch einige Anspielungen zu Harry Houdini und dessen Verhalten (Maskieren etc.) werden gemacht, was diesen Film noch interessanter für Zauberkünstler und Interessierte Menschen macht. Es lässt sich also wirklich behaupten, dass Prestige ein weitestgehend unverfälschtes Bild der damaligen Gesellschaft und Unterhaltungindustrie zeichnet.

(4.83 out of 5)